Griasmolle Ranzenburg e.V.

Entstehungsgeschichte

Am Aschermittwoch 1978 trafen sich einige Freunde in der Gaststätte Forelle (Dietenheim) zum traditionellen Froschschenkelessen. Noch kaum die Fasnetskampagne überstanden zu haben, machte man sich schon Gedanken über die Kommende.
Wir wollten etwas Neues machen, neu im Sinne von noch nie dagewesen. Jedoch an eine gewisse Originalität von Dietenheim anknüpfend, etwas was beim „Volk“ bekannt war.

Wir hatten noch keinerlei konkrete Vorstellungen aber eines war uns klar: Es muss war Uriges, Besonderes sein!
Ein jeder brachte seine Vorstellungen und Ideen ein und allmählich wurde daraus der heutige „Griasmolle“. Man hatte die Ideen auch schon zeichnerisch fixiert.

Jetzt fehlte nur noch der passende Name. Unter verschiedenen Vorschlägen entschieden wir uns für den Namen „Griasmolle“.
Dieser ist auf die Feierabendsirene der Dietenheimer Nähfadenfabrik zurück-zuführen, diese heult seit 1934/35.
Der unheimlich Ton, der an einen wildgewordenen Molle erinnert, war jeden Abend um fünf Uhr in der ganzen Gegend zu hören.

Mit der Zeit wurde er zum Fabelwesen oder Ungeheuer, das angeblich im Illergries sein Unwesen treibe.
Man erzählte seinen Kindern davon, damit sie nicht alleine in den Wald gingen oder drohte mit ihm.


„Wart no die hollat dr Griasmolle!“

Also diente er auch zur Unterstützung der elterlichen Autorität.
Die geistigen Voraussetzungen zur Entstehung einer neuen Gruppe waren somit erfüllt, den Rest besorgten in vielen Arbeitsstunden die handwerklichen und künsterlischen Fähigkeiten der Maskenträger und Schildermacher.
Mitglieder: Glass Jürgen, Hüber Albert, Knab Elisabeth, Lohr Rita u. Siegfried, Sedelmaier Gerold, Sontheimer Johanna, Strohmayer Gabi und Michael, Wiedersatz Josef, Weber Roland

(Dietenheim, den 22.2. 1980 / Josef Wiedersatz)